Ratgeber Prostata Krebs

Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Prostatakrebs

Als Prostatakrebs werden bösartige Neubildungen bezeichnet, die sich aus Zellen der männlichen Vorsteherdrüse (Prostata) entwickeln. Diese ungefähr wallnussgroße Drüse liegt unterhalb der Harnblase und umgibt die Harnröhre. Die Prostata produziert ein milchig-weißes dünnflüssiges Sekret, das beim Samenerguss ausgeschieden wird und zum Transport der Spermien dient.

Jährlich rund 58.000 Neuerkrankungen in Deutschland

Prostatakrebs ist mit einem Anteil von rund 25 % an den Krebsneuerkrankungen die häufigste Tumorlokalisation bei Männern. Laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erkranken pro Jahr ungefähr 58.000 Männer in Deutschland an einem Prostatakarzinom. Im Mittel sind Prostatakrebs-Patienten 69 Jahre alt, wenn sie mit der Diagnose konfrontiert werden. Jeder Zehnte Betroffene erliegt den Folgen der Erkrankung. Damit steht Prostatakrebs an dritter Stelle der häufigsten tumorbedingten Todesursachen.

Stetiger Anstieg der Neuerkrankungsrate seit den 1980er Jahren

Seit Ende der 1980er Jahre verzeichnet das Robert Koch-Institut (RKI) einen stetigen Anstieg der Prostatakrebsneuerkrankungen. Innerhalb von acht Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen verdoppelt. Die Ursachen für diesen Anstieg werden u. a. in einer verbesserten Diagnostik und in demografischen Faktoren gesehen. Die relative 5-Jahres-Überlebensrate hat sich jedoch in den letzten Jahren verbessert. Heute sind rund 87 % der Betroffenen fünf Jahre nach der Diagnose noch am Leben.

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Prostata Krebs-News von Curado.de

  • Aktiv gegen Prostatakrebs: Was Mann tun kann
    Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Krebsart des Mannes. Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt bei 69 Jahren. Eine gesunde Lebensweise ist die beste Möglichkeit, einer Krebserkrankung der Prostata vorzubeugen. Zusätzlich können Früherkennungsuntersuchungen dazu beitragen, Prostatakrebs in einem möglichst frühen Stadium zu entdecken und somit die Heilungschancen zu erhöhen. Hierüber berichtete die Deutsche Krebshilfe.
  • Ein Schmerzmittel hält Krebs in Schach
    Wenn Prostatakrebs zu Absiedlungen in den Knochen führt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Patienten dramatisch. Wissenschaftler der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin und der Urologischen Klinik des Universitätsklinikums Bonn berichten nun im "Journal of Nuclear Medicine" über einen Therapieansatz, mit dem sich die Lebenszeit um mehr als ein Jahr verlängern lässt.
  • PSA-Test jetzt auch für Zuhause
    Viele Männer nutzen kaum Vorsorgeuntersuchungen, auch die nicht, deren Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. So zum Beispiel jene auf Prostatakrebs, die alle Männer in Deutschland ab einem Alter von 45 Jahren jährlich einmal wahrnehmen können. Diese Früherkennung umfasst im Wesentlichen eine Tastuntersuchung und ist besonders wichtig, denn fast 20 Prozent aller Krebserkrankungen beim Mann betreffen die Prostata.