Ratgeber Prostata Krebs

Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Prostatakrebs: Therapie

Die Therapie des Prostatakrebses ist u. a. abhängig vom Gesundheitszustand des Patienten, von der Tumorgröße und der Tumorausbreitung. Zusammen mit dem Patienten wählt der Arzt anhand dieser Faktoren einen geeigneten Behandlungsplan fest. Als Therapieoptionen kommen Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie und/oder Chemotherapie in einem s. g. Prostatakrebszentrum Betracht. Unter bestimmten Voraussetzungen kann auch eine reine Überwachung des Tumors in Betracht kommen.

Operation

Ziel der Operation ist es, nach Möglichkeit das gesamte Tumorgewebe zu entfernen. Dazu müssen die gesamte Prostata inklusive der Samenblasen und u. U. auch angrenzende Lymphknoten entnommen werden. Gelingt die komplette Entfernung des Tumors, sind die Heilungsaussichten sehr gut. Leider können sich nach einer solchen radikalen Prostataektomie auch unerwünschte Folgen wie Impotenz (bei ungefähr 30 % der Patienten) oder Inkontinenz (bei ungefähr 10 % der Patienten) einstellen.

Strahlentherapie

Eine Strahlentherapie kann v. a. bei kleineren Tumoren als Alternative zur Operation erwogen werden. In manchen Fällen wird die Strahlentherapie auch mit der Hormontherapie kombiniert. Außerdem kann die Strahlentherapie nach der Operation (adjuvant) angewandt werden, um eventuell im Körper verbliebene Krebszellen zu vernichten und somit die Heilungschancen zu verbessern. Auch unter Strahlentherapie kommt es bei einem Drittel der Patienten zu Impotenz. Inkontinenz ist hingegen selten.

Hormon- und Chemotherapie

Die Tatsache, dass die Entwicklung von Prostatakrebs im Zusammenhang mit dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron steht, wird bei der Hormontherapie ausgenutzt. Man versucht, das Krebswachstum unter Kontrolle zu bekommen, indem man die Testosteronproduktion unterdrückt, die Wirkung des Hormons an den Krebszellen unterbindet oder die Testosteronkonzentration im Körper durch weibliche Geschlechtshormone senkt. Bei einem weiteren Fortschreiten der Erkrankung kann eine Chemotherapie angewandt werden, die den Erkrankungsverlauf weiter verzögern kann

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